P.S. Abkürzung: Bedeutung, Herkunft und richtige Verwendung

Die P.S. Abkürzung begegnet uns in Briefen, E-Mails, Chats und sogar in Manga-Fanposts immer wieder. Sie steht für „Postskriptum“ beziehungsweise das lateinische „post scriptum“ und bedeutet sinngemäß „nach dem Geschriebenen“. Mit einem P.S. ergänzt man also eine Information, nachdem die eigentliche Nachricht bereits abgeschlossen wurde. Gerade in persönlichen Nachrichten wirkt dieser kleine Nachtrag oft lockerer und auffälliger als ein zusätzlicher Absatz im Haupttext.

Auch Anime-Fans nutzen P.S. häufig. Nach einer langen Nachricht über Jujutsu Kaisen könnte beispielsweise am Ende stehen: „P.S.: Gojos Auftritt in dieser Szene war einfach perfekt.“ Die Funktion bleibt dabei dieselbe wie in einem klassischen Brief: Ein Gedanke wird nachträglich ergänzt.

Was bedeutet die P.S. Abkürzung?

P.S. bedeutet „Postskriptum“. Das Wort geht auf das lateinische „post scriptum“ zurück. „Post“ bedeutet dabei „nach“, während „scriptum“ für etwas Geschriebenes steht.

Ein Postskriptum ist somit ein Nachtrag zu einem bereits abgeschlossenen Text.

Ein einfaches Beispiel:

„Danke für deine Nachricht. Ich melde mich morgen ausführlicher.

P.S.: Den neuen Manga-Band bringe ich dir am Wochenende mit.“

Der letzte Satz gehört nicht mehr zum eigentlichen Nachrichtentext. Dennoch enthält er eine zusätzliche Information, die der Absender noch mitteilen möchte.

Die Abkürzung P.S. Bedeutung lässt sich deshalb am einfachsten mit „Nachtrag“ erklären.

Woher stammt die Abkürzung P.S.?

P.S. stammt aus einer Zeit, in der Nachrichten hauptsächlich handschriftlich oder mit der Schreibmaschine verfasst wurden.

Wer nach dem Schreiben bemerkte, dass eine Information fehlte, konnte nicht einfach den Cursor an die passende Stelle setzen. Statt den gesamten Brief neu zu schreiben, ergänzte man den fehlenden Gedanken unterhalb der Unterschrift.

Davor setzte man „P.S.“.

Obwohl digitale Texte heute jederzeit bearbeitet werden können, ist das Postskriptum nicht verschwunden. Stattdessen hat sich seine Funktion etwas verändert.

Heute wird ein P.S. häufig bewusst eingesetzt, um eine kleine Zusatzinformation hervorzuheben. Dadurch kann der Nachtrag persönlicher oder spontaner wirken als ein weiterer Satz im normalen Text.

Wer sich generell mit Briefen und ihrer Adressierung beschäftigt, stößt dabei auch auf Begriffe wie zu händen abkürzung, die im Gegensatz zu P.S. hauptsächlich für die gezielte Zustellung an eine bestimmte Person verwendet werden.

P.S. Abkürzung richtig schreiben

Bei der Schreibweise gibt es mehrere Varianten, die man im Alltag sehen kann.

Besonders verbreitet sind:

  • P.S.
  • PS
  • P. S.

Im modernen deutschen Schriftverkehr ist „PS“ ohne Punkte ebenfalls üblich. Die Schreibweise „P.S.“ bleibt jedoch sehr bekannt und wird sofort verstanden.

Nach der Abkürzung kann ein Doppelpunkt folgen:

„P.S.: Hast du eigentlich schon die neue Folge gesehen?“

Je nach Schreibstil findet man auch:

„PS: Hast du eigentlich schon die neue Folge gesehen?“

Für einen privaten Text funktionieren beide Varianten problemlos. Innerhalb eines Dokuments sollte man sich jedoch möglichst für eine Schreibweise entscheiden und diese konsequent beibehalten.

P.S. in Briefen und E-Mails verwenden

Das Postskriptum steht normalerweise am Ende einer Nachricht.

Bei einem klassischen Brief folgt es nach der Grußformel und der Unterschrift:

„Viele Grüße
Mika

P.S.: Ich schicke dir morgen noch die Bilder.“

In einer E-Mail kann die Struktur ähnlich aussehen. Allerdings ist ein P.S. dort technisch gesehen nicht mehr notwendig, weil der Text jederzeit bearbeitet werden kann.

Trotzdem bleibt es stilistisch nützlich.

Ein Nachtrag fällt optisch auf. Deshalb eignet er sich gut für eine kurze Erinnerung, einen persönlichen Kommentar oder einen Gedanken, der bewusst vom Haupttext getrennt werden soll.

Andere sprachliche Verkürzungen erfüllen dagegen eine andere Funktion. Die Formulierung unter anderem abkürzung betrifft beispielsweise eine Kürzung innerhalb eines Satzes, während P.S. einen nachgestellten Zusatz kennzeichnet.

Was ist der Unterschied zwischen P.S. und einem normalen Nachtrag?

Inhaltlich können beide sehr ähnlich sein.

Der entscheidende Unterschied liegt eher in der Darstellung. Ein normaler Nachtrag kann direkt in den bestehenden Text eingefügt werden. Ein Postskriptum erscheint dagegen bewusst nach dem eigentlichen Abschluss.

Dadurch bekommt es zusätzliche Aufmerksamkeit.

Nehmen wir eine Nachricht zwischen zwei Anime-Fans:

„Ich fand den Kampf richtig stark. Vor allem die Animation und das Sounddesign haben für mich funktioniert.

P.S.: Gojos Gesichtsausdruck am Ende war mein Highlight.“

Der zweite Gedanke hätte problemlos in den Haupttext gepasst. Durch das P.S. wirkt er jedoch wie ein spontaner persönlicher Zusatz.

Genau diese Wirkung erklärt, warum die Abkürzung trotz moderner Textverarbeitung weiterhin verwendet wird.

P.S. in Anime-Chats und Fan-Communitys

In Anime-Communitys läuft Kommunikation meistens weniger formell ab. Fans diskutieren auf Social Media, in Foren, Discord-Servern, Kommentaren oder privaten Chats über neue Folgen, Charaktere und Manga-Kapitel.

Dort wird P.S. oft spielerisch verwendet.

Zum Beispiel:

„Ich wollte eigentlich nur etwas über den Kampf schreiben, aber die ganze Episode war großartig.

P.S.: Gojo bleibt mein Favorit.“

Das ist sprachlich völlig nachvollziehbar. Das Postskriptum signalisiert hier: Die eigentliche Aussage ist abgeschlossen, aber dem Verfasser ist noch etwas eingefallen.

Gerade bei längeren Diskussionen über Jujutsu Kaisen kann diese Form praktisch sein. Allerdings sollte ein P.S. keine wichtigen Informationen verstecken, die für das Verständnis des Haupttextes notwendig sind.

Abkürzung P.S.: Bedeutung im Manga-Kontext

Die Bedeutung von P.S. verändert sich nicht, nur weil die Abkürzung in einem Manga-, Anime- oder Fan-Kontext auftaucht.

Wenn ein Fan beispielsweise schreibt:

„Meine Theorie zu Sukuna basiert hauptsächlich auf diesem Kapitel.

P.S.: Die offizielle Übersetzung könnte einige Formulierungen anders interpretieren.“

Dann bleibt P.S. schlicht ein nachträglicher Zusatz.

Das ist besonders hilfreich, wenn man zwischen einer Hauptaussage und einer kleinen Nebenbemerkung unterscheiden möchte.

Ähnlich funktionieren andere Abkürzungen im Deutschen. Wer beispielsweise eine Erläuterung mit einem konkreten Beispiel ergänzen möchte, kann sich mit zum beispiel abkürzung beschäftigen. Während „z. B.“ innerhalb eines Satzes Beispiele ankündigt, kennzeichnet P.S. dagegen einen nachträglich angefügten Gedanken.

Kann man mehrere Postskripta schreiben?

Ja, zumindest sprachlich und stilistisch ist das möglich.

Nach einem ersten P.S. kann ein weiterer Nachtrag als P.P.S. erscheinen. P.P.S. steht für „post post scriptum“, also sinngemäß einen weiteren Nachtrag nach dem ersten Nachtrag.

Ein lockeres Beispiel:

„P.S.: Schau dir unbedingt die neue Folge an.

P.P.S.: Und überspringe den Abspann nicht.“

Theoretisch könnte man die Reihe weiterführen. Allerdings wird ein Text mit P.P.P.S. und weiteren Varianten schnell unübersichtlich.

Wenn mehrere wichtige Gedanken fehlen, ist es deshalb meistens besser, die Nachricht noch einmal zu bearbeiten.

P.S., PS oder PS. – welche Schreibweise ist richtig?

Im Alltag begegnen einem unterschiedliche Formen. Dadurch entsteht schnell die Frage, welche Variante verwendet werden sollte.

„PS“ ist im Deutschen eine etablierte Form. Gleichzeitig ist „P.S.“ aufgrund der ausgeschriebenen Bestandteile „post scriptum“ sehr geläufig.

Bei privaten Nachrichten spielt die Entscheidung kaum eine Rolle. Beide Formen werden verstanden.

Wichtiger ist ein einheitlicher Stil.

Wenn du am Anfang „P.S.“ verwendest, solltest du innerhalb desselben Textes nicht plötzlich zwischen „PS“, „P. S.“ und „P.S.“ wechseln.

Bei anderen Abkürzungen gelten wiederum eigene Schreibkonventionen. Das sieht man beispielsweise bei oder ähnliches abkürzung, bei der die Zeichensetzung nicht automatisch nach denselben Regeln wie bei P.S. funktioniert.

Wann ist ein P.S. besonders sinnvoll?

Ein Postskriptum funktioniert besonders gut, wenn der Haupttext bereits abgeschlossen ist und eine kurze Nebeninformation folgen soll.

Dazu gehören etwa Erinnerungen, persönliche Kommentare, kleine Hinweise oder lockere Zusatzgedanken.

In einer Anime-Nachricht könnte das so aussehen:

„Die Analyse konzentriert sich auf Gojos Limitless und Six Eyes.

P.S.: Manga-Spoiler beginnen erst im letzten Abschnitt.“

Der Nachtrag ist kurz und leicht wahrnehmbar.

Weniger sinnvoll ist P.S., wenn anschließend noch mehrere lange Absätze folgen. Dann handelt es sich praktisch nicht mehr um einen kleinen Nachtrag, sondern um einen zusätzlichen Teil des Haupttextes.

Wann sollte man P.S. lieber nicht benutzen?

P.S. passt nicht automatisch zu jeder Nachricht.

Bei offiziellen Dokumenten oder sehr formellen geschäftlichen Schreiben sollte eine wesentliche Information direkt im Haupttext stehen. Dadurch bleibt die Struktur klar und wichtige Angaben werden nicht übersehen.

Auch bei Anleitungen eignet sich P.S. kaum für zentrale Schritte.

Wenn beispielsweise eine Manga-Webseite erklärt, wie Spoiler gekennzeichnet werden, sollte die entscheidende Regel nicht erst im Postskriptum erscheinen.

Dasselbe Prinzip gilt für geschäftliche Kürzel. Eine p.a. bedeutung kann je nach Kontext beispielsweise eine ganz andere Funktion haben und sollte deshalb nicht mit P.S. gleichgesetzt werden.

Typische Fehler bei der Verwendung von P.S.

Ein häufiger Fehler besteht darin, das Postskriptum als zweiten Haupttext zu verwenden.

Ein P.S. sollte normalerweise kurz bleiben. Sobald darunter mehrere Absätze mit neuen Argumenten erscheinen, wäre es leserfreundlicher, diese Informationen in die eigentliche Nachricht einzubauen.

Ein weiterer Fehler ist die Annahme, P.S. müsse zwingend etwas besonders Wichtiges enthalten.

Das stimmt nicht.

Der Nachtrag kann genauso gut eine lockere Bemerkung sein. Tatsächlich wirkt P.S. gerade deshalb häufig persönlich, weil es wie ein spontaner Gedanke nach dem eigentlichen Schreiben erscheint.

Außerdem sollte man P.S. nicht mit ähnlichen Abkürzungen verwechseln. Die Buchstaben haben eine konkrete sprachliche Herkunft und stehen nicht allgemein für „wichtige Zusatzinformation“.

Warum wird P.S. heute noch verwendet?

Digitale Kommunikation hat den ursprünglichen praktischen Grund für das Postskriptum weitgehend beseitigt.

Trotzdem hat P.S. überlebt.

Ein Grund dafür ist seine auffällige Position. Leser erkennen sofort, dass nach dem eigentlichen Ende noch eine Zusatzinformation folgt.

Ein weiterer Grund ist der persönliche Ton. Ein P.S. kann wirken, als hätte der Absender nach dem Schreiben noch schnell an etwas gedacht.

Genau deshalb funktioniert es auch in lockeren Fan-Communitys gut.

Bei einem langen Beitrag über Gojo, Sukuna oder eine Jujutsu-Kaisen-Theorie kann ein kurzer Nachtrag einen persönlichen Kommentar vom eigentlichen Analyseabschnitt trennen, ohne dafür eine neue Überschrift zu benötigen.

Häufige Fragen zur P.S. Abkürzung

Was heißt P.S. auf Deutsch?

P.S. steht für „Postskriptum“ und bezeichnet einen Nachtrag, der nach dem eigentlichen Text folgt.

Was bedeutet „post scriptum“?

Der Ausdruck stammt aus dem Lateinischen und bedeutet sinngemäß „nach dem Geschriebenen“. Daraus entwickelte sich die bekannte Abkürzung P.S.

Schreibt man P.S. oder PS?

Beide Varianten sind gebräuchlich. Im modernen deutschen Schriftverkehr wird häufig „PS“ verwendet, während „P.S.“ ebenfalls weit verbreitet und leicht verständlich ist.

Wo steht P.S. in einem Brief?

Traditionell steht das Postskriptum nach dem eigentlichen Brieftext, der Grußformel und der Unterschrift.

Kann man P.S. in einer E-Mail verwenden?

Ja. Obwohl eine E-Mail vor dem Absenden leicht bearbeitet werden kann, wird P.S. weiterhin als stilistischer Nachtrag verwendet.

Was bedeutet P.P.S.?

P.P.S. bezeichnet einen weiteren Nachtrag, der nach einem ersten P.S. folgt. In lockeren Nachrichten ist diese Form durchaus gebräuchlich, sollte aber nicht übermäßig verwendet werden.

Kann man P.S. in WhatsApp oder einem Anime-Chat schreiben?

Natürlich. In Chats wird P.S. häufig locker eingesetzt, um nach einer abgeschlossenen Nachricht noch einen Gedanken, Witz oder Kommentar anzuhängen.

Das Wichtigste zur Abkürzung auf einen Blick

Die P.S. Abkürzung steht für „Postskriptum“ beziehungsweise „post scriptum“ und kennzeichnet einen Zusatz nach dem eigentlichen Text. Ursprünglich war sie besonders bei handgeschriebenen Briefen praktisch, weil vergessene Informationen nicht einfach nachträglich eingefügt werden konnten.

Heute erfüllt P.S. eher eine stilistische Funktion. In E-Mails, Chats, Social-Media-Posts und Anime-Communitys kann der Nachtrag eine kurze Information hervorheben oder einer Nachricht einen persönlicheren Abschluss geben.

Auch für Jujutsu-Kaisen-Fans funktioniert das ganz unkompliziert: Erst kommt die große Analyse über Gojo, Sukuna oder das aktuelle Diskussionsthema – und wenn danach noch ein letzter Gedanke fehlt, ist ein kurzes P.S. genau dafür da.

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